Alex Demirovic


Alex Demirovic studierte ab 1971 Philosophie, Soziologie und Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, unterbrochen von kurzen Studienaufenthalten in Marburg und Paris. Er promovierte 1979 bei Alfred Schmidt in Philosophie mit einer epistemologisch-diskursanalytischen Studie über marxistische Ästhetik. Nach dem Studium folgten Tätigkeiten an verschiedenen Forschungsinstituten, zwischen 1990 und 2001 arbeitete er am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. 1987 erhielt Demirović von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein Habilitationsstipendium. Mit einer wissenschaftsgeschichtlichen Untersuchung zur Bedeutung der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule in Wissenschaft, Politik und Kultur in der Nachkriegszeit Deutschlands konnte er sich 1992 in Politikwissenschaft und politischer Soziologie habilitieren. Seit 1990 nahm Demirovic zahlreiche Professurvertretungen und Gastprofessuren an deutschen und nicht-deutschen Universitäten wahr.
Im Jahr 2002 wurde seine Berufung auf eine Soziologieprofessur in Frankfurt a. M. trotz eindeutiger Beschlusslage vom Universitätspräsidenten Rudolf Steinberg verhindert. Zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (u. a. Judith Butler, Wendy Brown, Bob Jessop, Nancy Fraser, Iris Young) protestierten gegen den politisch motivierten Eingriff gegen einen der profiliertesten gesellschaftskritischen Forscher in der Tradition der kritischen Theorie. Ab 2007 lehrte er an der Technischen Universität Berlin als Gastprofessor. Diese Stelle endete am 30. September 2012, da der Studiengang Politikwissenschaft am selbigen Datum auslief. Im Jahr 2013 wurde Demirović die Gastprofessur für kritische Gesellschaftstheorie an der Universität Frankfurt am Main übertragen


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