Azul Blaseotto


Foto: Julieta Colomer.

Azul Blaseotto, geboren 1974 in Buenos Aires, ist Bildende Künstlerin, Autorin und Zeichnerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Universidad Nacional del Arte in Buenos Aires und schloss ihr Masterstudium am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin ab. Azul Blaseotto lebt und arbeitet derzeit in Buenos Aires.

Beim „Fumetto – Internationales Comix-Festival Luzern“ wurde sie mit dem Szenariopreis 2009 ausgezeichnet. 2010 gründete sie zusammen mit Eduardo Molinari „La Dársena_Plataforma de Pensamiento e Interacción artística – Dock_Plattform für Denken und künstlerische Interaktion“, ein kulturelles Zentrum in Buenos Aires für kollektive Experimente und Forschungsprojekte, kulturelle Artenvielfalt, globalen Diskurs und Austausch. 2011 realisierte sie in diesem Zusammenhang das Verlagsprojekt „unproblema+“. Seit 2010 arbeitet sie außerdem an einer Serie dokumentarischer Zeichnungen aus dem argentinischen Gerichtshof, die die Prozesse zu den Verbrechen gegen Menschlichkeit und Genozid verfolgen.

In ihren Arbeiten untersucht sie Geschichten, die besondere soziokulturelle Zusammenhänge beleuchten. Sie entwickelt daraus ortsspezifische Projekte und Interventionen im öffentlichen Raum. Indem sie Fotografien, Zeichnungen, Gemälde, O-Töne ihrer Protagonisten in Installationen zusammenführt, macht Azul Blaseotto die Politik kultureller Normierung nachvollziehbar. Marginalisierte Geschichten werden hinter den offiziellen sichtbar – und verweisen auf die aktuelle anti-ökologische Lebenspraxis.

Ihre letzte Installation und Publikation „Real estate, class and nature in colours: how to build a museum“, basierend auf einem Dialog mit Meeresbiologen, Architekten und Museumsdirektoren, zeigt die Machtverhältnisse zwischen Urbanisierung, Kunst und Natur auf.


Mitgewirkt bei: AUF! AUF! AUF DIE LANDSTRASSE DES LEBENS!, HERBERGSSALON, LASST UNS VAGABUNDEN SEIN ... und VAGABUNDENKONGRESS