ARTISTS IN RESIDENCE: DESTINY´S CHILDREN


Destiny’s Children über ihre Performance „Follow us“, die 2014 mit dem ersten Preis des PREMIO 2014 – Nachwuchspreis für Tanz und Theater ausgezeichnet wurde.

Während der ganzen Performance möchten wir etwas erreichen und scheitern dabei ständig und glamourös. Christoph Schlingensief sagte in einem Interview über das Scheitern: „Ich möchte am Ende im Bett liegen, und ich möchte dann, wenn ich sterbe, sagen, ich bin wirklich auch kräftemäßig geschafft. Also, ich habe Kräfte 
investiert.“

Scheitern ist für uns nichts Negatives; wir sehen es als Teil von uns und als Chance. Generell sehen wir viel Gutes in Dingen, die von gesellschaftlichen Idealen und Normen abweichen: Wir lieben es zum Beispiel zugleich hässlich und schön zu sein. Auch wenn Marilyn Monroe ein zeitloses Schönheitssymbol ist, entspricht sogar sie, genauso wie wir und Amy Winehouse, keinem aktuellen Schönheitsideal. Wir versuchen Antonin Atrauds Manifest zum „Theater der Grausamkeit“ in unserer Arbeit umzusetzen. Oft wurde uns gesagt, dass selbst Artaud damit gescheitert ist und auch wir damit nur scheitern können. Das kam uns natürlich ganz recht. Dennoch sind wir erfreut, dass unsere Arbeit sehr bewegt und emotional verwirrt aufgenommen wurde.

Mira Kandathil und Annina Machaz alias Destiny’s Children unternehmen für das Folgeprojekt „Follow us in a new direction“ eine Recherchereise und machen an verschiedenen Theatern in der Schweiz und in Deutschland Station. Am Theater Rampe sind sie vom 18. bis 26. Juni als artists in residence zu Gast.

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