DARF ICH BITTEN? DER TOD, DIE ZEIT UND ALLES ANDERE


von Christine Chu

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Eine Kooperation mit dem Produktionszentrum Tanz + Performance e.V.


In ihrem neuen Projekt begibt sich die Stuttgarter Choreografin Christine Chu auf Spurensuche nach dem Tod als Teil unseres heutigen Lebens und nach seiner gesellschaftlichen Akzeptanz.

Mit DARF ICH BITTEN? erinnert Christine Chu gleichzeitig an das Genre des mittelalterlichen Totentanzes: Bilderfolgen, die vom Tod als ständigem Begleiter des menschlichen Daseins erzählen. Der Tod sitzt mit bei Tisch, feiert mit uns, ist überall mit dabei, bis er uns eines Tages selbst zum letzten Tanz bittet. Diese Darstellungen sind Dokument einer Zeit, in der der Tod eine gesellschaftlich akzeptierte Größe war und die Begegnung mit ihm als Tanz ins Jenseits gesehen wurde — als eine Art letzte Versuchung.

Welche Bilder tragen wir heute vom Tod in uns, welche Ängste, Wünsche und intimen Vorstellungen verbinden wir mit dem Tod? Wird der Tod immer mehr eine private Angelegenheit und verliert er dabei seine gesellschaftliche Einbettung?

Christine Chu recherchiert und fragt nach: Sie führt Interviews mit Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Milieus. Diese umfangreichen Materialien sind das Fundament von DARF ICH BITTEN? Die Choreografin entwickelt zusammen mit sechs Darstellern und einem Komponisten und Musiker aus dem dokumentarischen Material eine künstlerische Antwort auf die Frage, nach den spezifisch menschlichen Umgangsformen unserer Gegenwart mit dem Thema Tod.


Die Inszenierung war Teil der Kulturwoche „Der Tod gehört zum Leben“ des Palliativ-Netz der Bürgerstiftung Stuttgart. Premiere war in diesem Rahmen im September im Theaterhaus Stuttgart.

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, die Bürgerstiftung Stuttgart und die Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg. Mit Unterstützung der Hochschule der Künste Bern und des Tanzstudio Danzon, Tübingen. Die Wiederaufnahme wird gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart

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Pressestimmen

„ ‚Wenn man tot ist, ist man auf dem Seelenschrottplatz‘, sagt eine Kinderstimme aus dem Off. Mit verblüffenden Antworten auf die Frage nach dem Jenseits beginnt im Stuttgarter Theaterhaus ein Abend, der mit Humor und Respekt, mit Alten und Jungen, in Wort und Tanz nach dem Tod fragt.“
Esslinger Zeitung, 15.10. 2013.

„Christine Chus Inszenierung wirkt in Erzählmomenten besonders stark. Etwa dann, wenn eine Frau und ein Mann in einem Pas de deux die Sprache der Sehnsucht und der Liebe sprechen. Oder wenn eine amerikanische GI mit gellender Stimme Schulkindern Feindbilder aufzwingt und sie den Gebrauch von Schuss-, also Todeswaffen lehrt, während eine Performerin Namen von aktuellen Kriegsgebieten mit Kreide an die Tafel schreibt.“
Stuttgarter Nachrichten, 14.10. 2013.


18.12.13 20:00
DARF ICH BITTEN? DER TOD, DIE ZEIT UND ALLES ANDERE Saal

Christine Chu / Tanz

19.12.13 20:00
DARF ICH BITTEN? DER TOD, DIE ZEIT UND ALLES ANDERE Saal

Christine Chu / Tanz / anschl. Gespräch

20.12.13 20:00
DARF ICH BITTEN? DER TOD, DIE ZEIT UND ALLES ANDERE Saal

Christine Chu / Tanz

Konzept, Choreografie,
Interviews und Recherche

Christine Chu 

Komposition und Musik 
Wolfgang Schnitzer 

Tanz und Spiel
Katja Büchtemann,
Cynthia Gonzales,
Penny Pinson,
Elian Büchtemann,
Jaro Naha’lka,
Martin Schultz-Coulon 

Ausstattung 
Lisa Überbacher 

Produktionsleitung 
Katja Hiller 

Künstlerische Beratung 
Philipp Beck

[ Hintergrundbild ]