EISEN


von Maria Ebbinghaus | Performative Installation

Hitze, Doping, Zerfall: 1500 Grad heißes Eisen im Hochofen, Eisen in unserem Blutkreislauf,
Eisenatome als Projektil im Teilchenbeschleuniger.

Materie, Körper, Geist: In welchen Verhältnissen stehen wir zu dem vierthäufigsten Element der
Erde, das 80 Prozent des inneren Erdkerns ausmacht? Wir gewinnen und verarbeiten das Element
zu einem allgegenwärtigen Werkstoff, grundlegende körperliche Prozesse sind vom Eisen
abhängig, wir nutzen Eisenatome in der modernen atomaren Forschung um zu verstehen, was die
Welt im Innersten zusammenhält.
Gemeinsam mit einem Stahlarbeiter, einer Molekularmedizinerin und einem Kernphysiker
untersucht Maria Ebbinghaus Techniken, Gefahren, Krankheiten, Geheimnisse und
Sinneseindrücke, die uns begegnen, wenn wir uns auf die Spur des Elementes Eisen begeben.
Dokumentarisches Filmmaterial aus dem Hochofenbetrieb von ThyssenKrupp Duisburg, von einer
Modelleisenbahnanlage als homöopathische Heilmethode und aus dem Teilchenbeschleuniger des
GSI Helmholtzzentrums verbindet sich mit performativen Auftritten des Stahlarbeiters, der Biologin
und des Physikers innerhalb einer installativen Inszenierung zu einer Reise durch den Mikro- und
Makrokosmos des Elementes Eisen.


Eine Produktion von Maria Ebbinghaus in Kooperation mit dem Theater Rampe


Gefördert von der Stiftung LBBW
Unterstützt durch das Kulturamt / Kulturbüro der Stadt Karlsruhe

von
Maria Ebbinghaus

MIT
Olaf Hrziwnak, Mitarbeiter im Hochofenbetrieb ThyssenKrupp Steel AG
Prof. Dr. Martina Muckenthaler, Biologin am Universitätsklinikum Heidelberg
Prof. Dr. Michael Block, Kernphysiker am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung