EUGEN UND EUGEN


von Matthias Breitenbach und Leopold von Verschuer | Schauspiel

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„History is written by the victors” („Geschichte wird von Siegern geschrieben“) behauptete Winston Churchill, doch wir wissen: Gemacht wird sie von den Verlierern – oder: „History is made by Eugenes“.

EUGEN UND EUGEN, ein Zwillingsbrüderpaar, 1932 geboren, getrennt im Alter von elf Jahren – begegnen sich 2016 in einem verlassenen Fernsehstudio wieder. Scheinbar nur halb gealtert stellen sich zwei, die immer auf der Suche nach der fehlenden Hälfte waren, den Fragen, die sie auf den Karteikarten des flüchtigen Moderators finden. Zwei lebenslänglich Unfertige erzählen Geschichte durch ihre überbordenden Geschichten: Kindheit in einem hessischen Dorf, in dem sie die Grundschule nur abwechselnd besuchten, um sich als nur einer auszugeben; getrennte Irrfahrten durch die Nachkriegszeiten; Berlin, Namibia, Tibet, Göttingen, Paris und Prag 1968, Rheinland und Elsass, Zürich 1982, Berlin 1989, brennende Zwillingstürme 2001, ein scheiternder Bundespräsident, das Land im finanziellen Desaster.

„Das Weiche, das Unfertige“ in den offenen Blicken zweier Unvoreingenommener wirkt destabilisierend auf alles Feststehende, in Momenten historischer Transformation wird es zum absichtslosen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Kein jüngstes Gericht, sondern gerade das Ungerichtete ihres marginalen Daseins ist der Skandal, der Geschichte macht.

Aufführungsdauer: zirka 120 Minuten

Inspiriert von: Agota Kristof „Das große Heft“, Woody Allen „Zelig“, den Biografien von Otmar von Verschuer (Zwillingsforscher), Susanne Wenger (österreichische Künstlerin u. Yoruba-Priesterin), Ernst Schäfer u. Heinrich Harrer (Tibetforscher), Matthias Breitenbach u. Leopold von Verschuer (Theatermacher).

Breitenbach Produktion in Kooperation mit Theater Rampe und Theaterdiscouter

EUGEN UND EUGEN wird gefördert vom Fonds Darstellende Künste, vom Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg, vom Land Baden-Württemberg und vom Kulturamt Stuttgart

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Pressestimmen:

„Matthias Breitenbach und Leopold von Verschuer verleihen den seltsamen Zwillingen auf unvergessliche Weise Gesicht, Körper, Stimme, agieren grandios einen fast zweistündigen Dialog aus, in dem das eine oder andere bedachtsam dunkel bleibt.“
Stuttgarter Nachrichten, 21.12.15

„Und so bleibt ihre Geschichte lebhaft und abwechslungsreich in Inhalt und Darstellung, so dass die zwei Stunden schnell vorüberziehen.“
Ludwigsburger Kreiszeitung, 21.12.15

Mit
Matthias Breitenbach
Leopold von Verschuer

Bühne
Sonja Füsti

Musik
Anja Füsti

Video
Phillip Hohenwarter

Dramaturgie
Anna-Elisabeth Frick

Choreographie
Antoine Effroy

Dramaturgie-/Regieassistenz
Fabiola Kuonen

[ Hintergrundbild ]