HERZ DER FINSTERNIS


von Theater der Migranten (Berlin)

Theaterparcours durch Stuttgart

Eine nächtliche Expedition durch den Dschungel einer Großstadt – nach der „Aufnahme“ und dem Bau eines Faltbootes ziehen Darsteller*innen und Zuschauer*innen gemeinsam durch die Straßen von Stuttgart. Angelehnt an Joseph Conrads kolonial-kritische Novelle aus dem 19. Jahrhundert, schildert die Inszenierung die reale Fluchtgeschichte des Darstellers Seyni aus Mali. Die Premiere des Theaterparcours fand im Sommer 2015 in Berlin
statt, nun wird eine Adaption für Stuttgart gezeigt. Das Theater der Migranten versteht sich als Plattform eines kultursozialen Diskurses und von Interventionen im öffentlichen Raum. „Geflüchtete schildern ihre Ängste, Sorgen und Erlebnisse auf der Flucht. Eine nächtliche Irrfahrt, die wir selbst miterleben.“ Sandra Potsch, Jurymitglied

Theaterparcours im Rahmen des interkulturellen Festivals – MADE IN GERMANY


Aktuelle interkulturelle Produktionen stehen beim Theaterfestival „Made in Germany“ auf dem Programm. Fünf Tage lang, vom 22. bis zum 26. November 2017, sind Gruppen aus ganz Deutschland in Stuttgart zu Gast – vom Staatstheaterensemble bis zur freien Theatergruppe. An zehn Stuttgarter Spielstätten präsentieren sie Collagen, Komödien, Dokumentarstücke und vieles mehr. Ein mitreißendes Erlebnis, das immer wieder neu beweist, wie pulsierend und spannend die interkulturelle Theaterszene ist.

Einmalig bei „Made in Germany“ ist die Programmauswahl. Die Entscheidung fällen nämlich nicht die Veranstalter, sondern eine Jury aus theaterinteressierten Zuschauerinnen und Zuschauern, deren Zusammensetzung die kulturelle Vielfalt der Stuttgarter Einwohnerinnen und Einwohner widerspiegelt. Mit dieser Bürgerjury schafft „Made in Germany“ ein Instrument der Partizipation und weist zugleich Veranstaltern und Kultureinrichtungen einen Weg zur interkulturellen Öffnung.

Das Forum der Kulturen hat „Made in Germany“ initiiert und betreut die Koordination und Organisation. Das Festival ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit folgenden Stuttgarter Theatern:

Junges Ensemble Stuttgart (JES), Kulturzentrum Laboratorium, Schauspiel Stuttgart, Studio Theater Stuttgart, Theater am Faden, Theater Atelier, Theater La Lune, Theater Rampe, Theater tri-bühne, Theaterhaus Stuttgart

 

Gefördert von:

     

Mit: Seyni Maiga, Richard Djif, Peguy Takou Ndie u. a.

Regie: Olek Witt und Richard Djif

Bühne: Hendrik Scheel

Bootfalt-Idee: Frank Bölter

Produktionsleitung: Elisabetta Ciufegni