IBSEN: JOHN GABRIEL BORKMAN


von Markus&Markus | Performance

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es ist Zeit für den roten Vorhang, es ist Zeit für einen Klassiker – IBSEN: JOHN GABRIEL BORKMAN. Wer jetzt glaubt, dieses Stück die letzten drei Winter im Schauspiel Stuttgart gesehen zu haben, denen sei gesagt, dass sie damit nur den Anfang der Geschichte kennen. Markus&Markus sind auf die Suche gegangen nach dem Mann, der in der heutigen Zeit alle biographischen Merkmale Borkmans vereint. Sie schaufeln sich den Weg durch seinen Prunksaal frei und bringen seine Karriere wieder auf Trab. Dies ist keine Modernisierung des Dramas, dies ist die Rückführung: Während Ibsen eine reale Biografie als Ausgangslage für sein Drama verwendet hat, nehmen Markus&Markus das Drama und finden die entsprechende reale Biografie.

Ihr Borkman wurde 1982 als letzter Bergmann der niedersächsischen Eisenerzgrube Haverlahwiese bei Salzgitter entlassen. Er schulte um und stieg 1989 bei AWD als Fachberater für Finanzdienstleistungen ein. Er arbeitete sich hoch. 2002 dann der Absturz. Erst die Kündigung. Dann die Forderung auf Rückzahlung der Provisionen im fünfstelligen Bereich. Er kam ins Gefängnis, nach seiner Freilassung lebte er zurückgezogen zwischen alten Pizzakartons und Plastikflaschen. Was an dem Protagonisten ist real? Was ist fiktiv? Was an ihm ist Täter? Was ist Opfer? Markus&Markus stürzen ihr Publikum in eine Kategorien-Krise.

Aufführungsdauer: circa 80 Minuten ohne Pause

IBSEN: TRILOGIE
Ibsen brach Tabus. Er blickte in Wohnzimmer. Er entwickelte aus realen Situationen Dramen. Wenn Ibsen es geschafft hat, die Biografie eines Einzelnen als Inspiration für ein Drama zu verwenden, muss es doch auch möglich sein, dieses Prinzip umzukehren: Dann müssten doch irgendwo die Protagonisten dieser Stücke leben.
Wir wollen keine Schauspieler mehr sehen, die so tun, als ob. Wie sieht das Leben einer Person mit der im Stück beschriebenen Problematik mit den heutigen Konflikten, Vorurteilen und möglichen Lösungen aus?

Wir sind Markus&Markus. Wir haben Feingefühl. Und deshalb haben wir Borkman gefunden, einen Messie, der nach der Lektüre des Dramas selbst feststellen musste: „Borkman, das bin ich.“  Und eine Person, die nicht wie Osvald die eigene Mutter, sondern die schweizerische Sterbehilfsorganisation Eternal Spirit um Sterbehilfe bittet. Und Peer Gynt, der nicht nur das Pflegepersonal im Heim für Demenzkranke, sondern auch unsere Zuschauer*innen an die Grenzen von Realität und Fiktion führt.

Eine Produktion von Markus&Markus

Gefördert von der Stiftung Niedersachsen, Friedrich Weinhagen Stiftung, Landschaftsverband Hildesheim, AStA Hannover, StuPa Hildesheim

         

Diese Veranstaltung wird ermöglicht durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ im Rahmen der Gastspielförderung Theater aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Kultur- und Kunstministerien der Länder


Im Rahmen der BERLINER FESCHDSPIELE zeigt das Theater Rampe folgende Produktionen:

IBSEN: JOHN GABRIEL BORKMAN
IBSEN: GESPENSTER
IBSEN: PEER GYNT
von Markus&Markus

LOVE ME
von Peter Frost

EROTISCHE AUSSENREINIGUNG IHRES PKWS OHNE TROCKNUNG ODER: CAR WASH
von Henrike Iglesias

MIRA FUCHS
von Melanie Jame Wolf

Einen Festivalpass für die BERLINER FESCHDSPIELE, der den Zugang zu allen sechs Produktionen ermöglicht, erhalten Sie hier.


VON UND MIT
Markus&Markus