ICH WÜNSCH MIR EINS…


von Azar Mortazavi / Uraufführung

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Im Rahmen des 3. interkulturellen Theaterfestivals – MADE IN GERMANY

Eine Produktion des Theater Osnabrück


Leila lebt als Fremde in diesem Land. Sie lebt alleine, ein junges Mädchen, das eines Tages einen Mann kennen lernt. George, der in der Kneipe vor seinem Bierglas sitzt und in Leila die Prinzessin seines Lebens erkennt. Leila ist für George, der in seiner Wohnung versauert, seine Miete nicht mehr zahlt und nur noch für Bier das Haus verlässt, das Rückfahrtticket in die Jugend. Und George ist für Leila das, was sie zu kennen scheint. Die ewige Enttäuschung. Bis eines Tages Leilas Vater vor der Tür steht. ICH WÜNSCH MIR EINS kreist um die Leerstelle, an der die Heimat stehen sollte. In poetischer, expressiver Sprache wird das Porträt einer Heimatlosen skizziert, die dieser Welt mit selbstzerstörerischer Intensität begegnet.
Das Stück war bei den Mülheimer Theatertagen 2013 nominiert, sowie eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2010 und zu den Autorentheatertagen Berlin 2013 ausgezeichnet.


Pressestimmen

Ziemlich am Nullpunkt steht die Begegnung der Kulturen. Hier der abgetakelte George „mit Bier im Herzen“, dort die schöne Leila, die neben ihm einschlafen will. Annette Pullen und ihre Schauspieler setzen knallharte Szenen neben melancholische Innigkeit, verfrorene Verzweiflung neben schwebeleichte Ahnung von Glück.
Theater der Zeit, Januar 2013

Kaum eine andere junge deutschsprachige Dramatikerin hat in den vergangenen Jahren einen Debüttext von solcher emotionaler Eindringlichkeit und schnörkelloser Sprachkraft vorgelegt wie die jetzt 28-jährige Azar Mortazavi. Für ihr Mutter-Tochter-Drama „Todesnachricht“ erhielt sie 2010 den Else-Lasker-Schüler-Preis. Doch verglichen mit dem Nachfolger „Ich wünsch mir eins“ wirkt ihr Erstling wie ein Exposé; nun folgt das große Drama. Das Stück ist reicher, komplexer, dabei gut strukturiert. Die Autorin lässt nicht mehr nur zwei Figuren auftreten, sondern verwebt fünf Leben ineinander.
Theater Heute

Text
Azar Mortazavi

Regie
Annette Pullen

Ausstattung
Gregor Sturm

Dramaturgie
Anja Sackarendt

Mit
Andrea Casabianchi
Thomas Kienast
Maria Goldmann
Oliver Meskendahl