KONGO MÜLLER


Theatrale Fallstudie von Jan-Christoph Gockel, Laurenz Leky und Nina Gühlstorff

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Und es mag am deutschen Wesen/einmal noch die Welt genesen – Teil 1.

In den 60er Jahren verschlägt es den ehemaligen Wehrmachtssoldaten Siegfried Müller als Söldner in den Kongo. Aufgrund seiner Brutalität erlangt er zweifelhafte Berühmtheit als „Kongo-Müller“. Einem größeren Publikum wird er durch den DEFA Film „Der lachende Mann. Bekenntnisse eines Mörders“ bekannt: unter Alkoholeinfluss erzählt Müller freimütig von seiner „Arbeit“, Gewalt und Mord. „Ich bin ein Verteidiger des Westens, der christlichen Hemisphäre. Und damit hört alles andere auf, alle Ideologie oder sonst was.“

Aus diesem Material entsteht ein Theater-Abenteuer im Dickicht von Neokolonialismus, exotischer Faszination und deutscher Schuld. Dabei wird nicht nur der Weg vom spießbürgerlichen Taugenichts zum monströsen Medienstar, sondern deutsche Geschichte erzählt: der gestürzte „Herrenmensch“ findet seinen Wert als personifizierter Rüstungsexport in Afrika wieder. Auf seinem postkolonialistischen Egotrip erbeutet der Performer Laurenz Leky eine exotische Trophäe: das deutsche Wesen.

Trailer zum Stück

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg

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Pressestimmen:

„Das Theaterprojekt ist brillant konzipiert …
Und wenn Leky das Publikum mit seiner Konsequenz und seinem Sprachwitz fesselt, zeigt er sich als wahrhaft großartiger Performer. Solche Aspekte machen die Qualität dieser Produktion aus, die gerade mit ihren ungewöhnlichen Zügen eine Frucht des neuen Rampe-Konzepts ist.“
Esslinger Zeitung, 01.02.14

„… ein unterhaltsames wie kluges Bühnenexperiment …
Laurenz Leky ist präsent, klar und steckt voller Energie. Er agiert präzise im Wechselspiel mit den Filmeinspielungen. Er spricht Hessisch und (leidlich) Schwäbisch, er parodiert die Gestalten – und beweist dabei kabarettistisches Können.“
Stuttgarter Zeitung, 01.02.14

„… ein erfrischend multimediales Spiel, das mit der Komplexität der hier gewählten Thematik lustvoll umgeht …
„Kongo Müller“, durch die aktuelle Diskussion über mögliche neue Auslandseinsätze der Bundeswehr noch einmal brisanter, bietet so insgesamt ein dichtes und bestens gefülltes Themennetz. Laurenz Leky gelingt es mit seinem Spiel, die vielen Fäden des Abends zusammenzuhalten.“
Stuttgarter Nachrichten, 01.02.14

„… eine One-Man-Show des Schauspielers und Performers Laurenz Leky. Er ist ein charismatischer Selbstdarsteller, der sein Publikum fesseln kann.“
nachtkritik.de, 31.01.14

„Stark und konkret, fast brutal konsequent in einigen Passagen …
Die Auseinandersetzung mit einer skurrilen und doch gefährlichen Zuspitzung menschlichen Daseins an diesem drastischen Beispiel des Kongo-Müller ist jedenfalls gelungen, inszenatorisch kann sie das Publikum durch Vielseitigkeit fesseln.“
Ludwigsburger Kreiszeitung, 01.02.14