LICHTUNG


Geräuschtheater von und mit Martin Heidegger von O-Team / Antje Töpfer

1966 antwortete Martin Heidegger in einem Interview auf die Frage, wie mit den Herausforderungen einer technisierten Welt umzugehen sei mit dem fatalistischen Satz: „Nur noch ein Gott kann uns retten.“ Heute, fast 30 Jahre später, hat uns noch immer kein Gott gerettet. Aber zwei Menschen warten (noch immer) auf das Ereignis und vertreiben sich die Zeit, indem sie versuchen in einer Küche mit allerlei gefundenen Utensilien den Kultfilm „Koyaanisqatsi“ nachzuspielen.
„Lichtung“ ist eine musikbasierte Stückentwicklung, die sich auf der Grundlage von Heideggers Texten mit unserem Dasein in einer technischen Welt auseinandersetzt. Im Zentrum steht ein Modularsynthesizer, der ausgestattet mit Mikrofonen und Sensoren im Zusammenspiel mit den zwei Darstellern konkrete Musik erzeugt.

Eine Produktion von O-Team in Zusammenarbeit mit dem FITZ! und Figurentheater Antje Töpfer.
Lichtung ist ein Projekt in der O-Team-Reihe „die reise“ 2013–2015.

www.team-odradek.de
www.fitz-stuttgart.de

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Gefördert durch die Stadt Stuttgart, den Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und den Fonds Darstellende Künste.

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Mit freundlicher Unterstützung von Doepfer Musikelektronik GmbH, stromraum stuttgart und SOMMER CABLE GmbH.


Pressestimmen

„(…) und nun schiebt sich langsam ein Wahnsinnsgerät in den Raum. Es ist ein mit Kabeln und blinkenden Lämpchen gespickter, so genannter Modularsynthesizer, der alle möglichen Töne und Klänge produziert. Markus Birkle (Musik), Pedro W. Pinto und Nils Meisel (Sound) erzeugen während des gesamten Stückes live eine raffinierte und mitreißende Klangcollage.

Man bekommt in dieser Aufführung ein Gefühl für die Banalität der Dinge, zugleich aber wird auch das Bedrohliche und Unheimliche einer Welt der Apparate anschaulich in Bilder gesetzt. Am Ende beginnt das Paar miteinander zu reden. Es ist ein Dialog von Heidegger aus seinen ‚Felweggesprächen‘. Diese hochphilosophische Konversation ist stellenweise wunderbar komisch. Das O-Team hat Heideggers angestrengten Ton und heutige Bühnenästhetik bravourös und schön ironisch verbandelt.“
22.04.2014, Stuttgarter Zeitung

Regie
Samuel Hof

Ausstattung
Nina Malotta

Musik
Markus Birkle

Dramaturgie
Jonas Zipf

Sound/Video
Pedro W. Pinto
Nils Meisel

Produktion/Grafik
Markus Niessner

Mit
Antje Töpfer
Folkert Dücker

[ Hintergrundbild ]