PONYS. EINE AUFLADUNG


von Anna Gschnitzer | Uraufführung

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Wir liefern ein Urban Survival Kit, eine Milieustudie am eigenen Fleisch, the perverts’s guide to ponyfarm, eine Hau-Drauf-Know-How-Komödie – immer noch eins und noch eins! In jeder Sekunde eine neue Idee um unseren Ponyarsch zu retten! Wir können alles, wenn es verlangt wird! Gebt uns den Job, oder wir machen‘s für viel weniger! Wiehern die Ponys.

Die drei furchtlosen Heldinnen Flatter, Butter und Fly schütteln kampfeslustig ihre Mähnen, scharren mit den glitzernden Hufen und wappnen sich unternehmerisch, denn ihr Ponyhof steht vor dem Aus. Eine neoliberale Fabel über den Zwang, kreativ, wild und frei zu leben und das Aufblühen neokonservativer Wertvorstellungen. Es geht um alles oder nichts: Um Lebensentwürfe und Arbeitswelten, um Kritik und Zynismus, Größenwahn, Panikattacken und Werbung, um Bionade und Biomacht, um Worthülsen, Slogans und Ponys! Ponys, Ponys, Ponys. Es geht um Produkte, unheimlich viele Produkte, um Massenware Individualität und wie man sie wem verkauft.

Die Inszenierung „Ponys. Eine Aufladung“ hatte im November 2012 in Wien Premiere, war danach in Stuttgart, München, Berlin, Hamburg und Konstanz zu sehen.

Produktion von theaterkollektiv bureau, Garage X Wien und Theater Rampe.

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Aufführungsdauer: circa 75 Minuten ohne Pause


Pressestimmen

„Sätze wie Peitschenhiebe, knallig in der galoppierenden Sprache mit heftigen Beats, viel Körpereinsatz und äußerst unterhaltsam. Die Kritik gilt Neokapitalismus und Konsum, miserablen Arbeitsbedingungen, Massenproduktion, Freizeitdruck und Werbewahn. Auf allem trampeln die drei Ponys mit ihren zierlichen Nietenhufen herum, immer auf der Suche nach der Antwort auf die zentrale Frage: „Wem gehört die Welt?“ (…) Dynamisch, dabei gefühlvoll rasend ist die Suche nach der Strategie, der Formel, die von der Lebenspleite wegzuführen vermag. Da hilft nur, sich selbst neu zu erfinden im „Schlachthof der Selbstverwirklichung“. (…) Dahinter steckt der Tadel an zwanghaftem Kreativsein, am unreflektierten Suchen nach immer neuen und schillernden Werbe- und Verkaufsstrategien, um Produkte an den satten Konsumenten, das fremdgesteuerte Arbeitstier zu bringen.“
Esslinger Zeitung, 25.10.13

„Marie Bues inszeniert harsche Brüche und zappt in Hochgeschwindigkeit durch die verschiedenen Kontexte. Eben noch rennen Barbara Behrendt, Monika Wiedemer und Katharina Behrens wie Pferdchen durch die Manege, schon sind sie Heldinnen einer Schmierenkomödie (‚Was bisher geschah‘). Mal kreischen sie opernhaft, mal sprechen sie mit scharfem Rhythmus oder wickeln sich in Renovierungsfolie ein. Anton Berman und Kostia Rapoport akzentuieren die Zitate mit Musik, Geräuschen und Bässen und illustrieren jedes Wort, jeden Satz – als fürchte man den Horror Vacui oder einen Moment der Besinnung.“
Stuttgarter Zeitung, 25.10.13

„Hier agieren Jungdynamiker bis zum Umfallen, die je nach Sicht Wunschtraum oder Albtraum sind. Es ist hier eben wie im richtigen Leben: Jeder kämpft um seinen Platz, um die Selbstachtung, und da ist so ziemlich jedes Mittel recht. Insofern ist in der Tat das Leben kein Ponyhof, obwohl auch auf diesem Ponyhof die Welt nicht in Ordnung ist.“
Stuttgarter Nachrichten, 25.10.13


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