Maurizio Lazzarato


Maurizio Lazzarato, der in Paris lebt und arbeitet, hat in den 1970er Jahren an der Universität Padua studiert und an der Bewegung der Autonomia Operaia teilgenommen. Nachdem er − wie eine Reihe anderer italienischer Aktivisten − angeklagt worden war, ging er nach Paris ins Exil, um der Strafverfolgung zu entgehen. Die Anklage wurde erst in den 1990er Jahren niedergeschlagen.

Lazzarato arbeitet als freier Forscher zu den Themen immaterielle Arbeit, Zersplitterung der Lohnarbeiterschaft, Ontologie der Arbeit, Kognitiver Kapitalismus und postsozialistische Bewegungen. Er hat das Werk von Gabriel Tarde (1843–1904) für den Postoperaismus neu erschlossen. Zudem schreibt Lazzarato über Kino, Video und neue Techniken der Bilderproduktion. Für die Biennale von Venedig hat er zusammen mit der Gruppe Knobotic research das Projekt IO- dencies/ travail immatériel erarbeitet. Seit 1990 hat er in Zusammenarbeit mit Angela Melitopoulos Texte für Ausstellungskataloge verfasst.

Außerdem nimmt Lazzarato an Aktionen und Reflexionen über Intermittens des Spektakels (intermittents du spectacle) bei der Gruppe Coordination des intermittents et précaires d’Ile-de-France (CIP-IDF) teil, wo er ein Forschungsprojekt zum Status der Intermittens leitet.

Nachdem er regelmäßig zur Zeitschrift Futur antérieur beigetragen hatte, gründete er mit anderen die Zeitschrift Multitudes, deren Redaktion er angehört.


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