BÜNDNIS FÜR GERECHTE KUNST- UND KULTURARBEIT

In Baden-Wüttemberg hat sich am 12. Juni 2020 ein Bündnis gegründet, bestehend aus Akteur*innen und Institutionen in Kunst- und Kulturarbeit. Am 8. Februar 2021 hat dieses Bündnis ein erstes Statement vorgelegt, das auch auf der Bündnis-Website (Link setzen: http://dasbuendnis.net) nachzulesen ist. Es fordert „gerechte, diverse und inklusive Verhältnisse im Kunst- und Kulturbetrieb“. Ausgangspunkt ist die Sorge um die Zukunft der Künste sowie die Überzeugung, dass diese nur dann unabhängig bleiben, wenn sich die Strukturen und Bedingungen radikal verändern. Dass es zu Selbstausbeutung in der Kulturarbeit komme, liege auch daran, dass die Förderung durch Bund und Länder äußerst gering sei. In Deutschland betrage sie 11,4 Milliarden Euro, und mache damit lediglich 1,77 % des Gesamthaushalts und 0,35 % des BIP aus (im europäischen Vergleich Platz 15). Baden-Wüttemberg liegt im Bundesländervergleich auf Platz 8, knapp unter dem Durchschnitt. Das Bündnis strebt nicht nur Lösungsansätze für die pandemische und post-pandemische prekäre Situation der Kulturarbeit an, sondern will sich für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen, der die Kunst mit anderen gesellschaftlichen Bereichen solidarisiert.

VOLKS*THEATER RAMPE

Foto: Domininque Brewing

VOLKS*THEATER RAMPE ist ein Nachbarschaftstheater aus Stuttgart-Süd, dass sich mit aktuellen Themen und Fragestellungen im Viertel beschäftigt.

Im Sommer 2019 riefen Regisseurin Nina Gühlstorff und Dramaturgin Paula Kohlmann mit einem mobilen Recherche-Büro auf dem Marienplatz, Plakaten und Videos auf, sich dem neuzugründenden VOLKS*THEATER RAMPE anzuschließen. In einem Labor und Open-Stage wurden gemeinsam mit Passant*innen vom Marienplatz Fragen an ein neues Volks*theater formuliert.

Im Herbst 2019 gründete sich ein 15-köpfiges Nachbarschafts-Ensemble aus Stuttgart Süd und begann in offenen Recherchetreffen Geschichten über den Marienplatz zu sammeln. Der Marienplatz ist Dreh- und Angelpunkt der Nachbarschaft des Theater Rampe, gleichzeitig ist er das verbindende Element aller Ensemble-Mitglieder des VOLKS*THEATERS. Für sie alle ist er ein alltäglicher Treffpunkt, Weg oder Kreuzungspunkt und wurde so zum Protagonisten ihrer ersten Inszenierung.

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NETZWERK FREIER THEATER

Das Netzwerk Freier Theater – NFT ist ein bundesweiter Zusammenschluss professioneller Theater und Produktionshäuser in kommunaler Förderung zum Zweck des bundesländerübergreifenden Austauschs von Knowhow und Produktionen. Gemeinsam werden neue Projekte konzipiert und koproduziert. Bereits seit 2015 agiert unter dem Label NFT ein Bündnis von Gründerspielstätten aktiv als Think Tank für ein solches Modell des Austauschs von Theaterproduktionen und als Koproduzent in ersten Modellprojekten.

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FREISCHWIMMEN

Freischwimmen ist eine Produktionsplattform für Performance und Theater, getragen durch brut Wien, FFT Düsseldorf, Gessnerallee Zürich, HochX München, LOFFT – DAS THEATER Leipzig, Schwankhalle Bremen, Sophiensæle Berlin und Theater Rampe Stuttgart.

Die Plattform konstituiert sich seit 2018 in veränderter Aufstellung und unter dem Titel FREISCHWIMMEN neu als internationale Austausch- und Produktionsplattform für junge Gruppen und Künstler*innen aus Theater und Performance. Diese Neuausrichtung zielt dabei insbesondere auf eine größere Flexibilisierung des Modells: So gibt es nun mit Residenzen, Workshop-Showings und Gastspielen und Labs einzelne Module, die je nach den Bedürfnissen der Künstler*innen und Kapazitäten der Häuser unterschiedlich kombiniert werden können.
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THEATRE OF THE LONG NOW

THEATRE OF THE LONG NOW – URAUFFÜHRUNG. Foto: Dominique Brewing.

Das THEATRE OF THE LONG NOW ist das Versprechen, auf einer Brachfläche im Stuttgarter Norden eine mindestens 100 Jahre andauernde Aufführung stattfinden zu lassen. Gegründet 2014 von einem unbekannten Stuttgarter Landschaftsarchitekten, fand der Theaterbetrieb bislang für Außenstehende vollkommen unsichtbar statt. Das THEATRE OF THE LONG NOW ist Installation und Vorstellung zugleich: Es hat kein Dach, aber ein Ensemble. Es ist eine Institution, aber nirgendwo rechtlich erfasst. Es hat Zuschauer*innen, aber weder ein Mensch noch ein Tier wird je die ganze Aufführung erleben. Das bleibt den Bäumen und Steinen vorbehalten. Das Projekt kann jederzeit besucht werden – inklusive Audiowalk. Für Abonnent*innen finden regelmäßig eigene Veranstaltungen statt. Das Abo auf der Brache lädt zu einem Wahrnehmungsexperiment ein: Mit einer kurzen Einführung von Prof. Florian Feisel, Tee und Gebäck in der Pause sowie Nachgespräch.

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STADT DER FRAUEN*

Gründungsfestival vom 28. bis 30. September 2018 in Esslingen am Neckar

Zum Auftakt der Spielzeit 2018/19 wurde eine idyllische Stadt in Süddeutschland als Stadt der Frauen* neu gegründet und damit zum Zentrum einer globalen Frauen*bewegung erklärt.  Die Stadt der Frauen* vereinte für drei Tage Künstler*innen, Bürger*innen, Vereine, Initiativen, Musiker*innen, Chöre und Gründer*innen zu einem Stadtfest, einer theatralen Behauptung, einer utopischen Neugründung, einem Modell für eine Stadt der Zukunft voller Kunst und Theater, Musik und Performance, Tanz und Literatur, Diskurs und Parade.  Alle waren eingeladen mitzumachen und die eigene Stadt aktiv mitzugestalten. Die Stadt der Frauen* war eine spielerisch-theatrale Umordnung der Dinge aus feministischer Sicht. So divers wie die Akteur*innen, so vielfältig wie die künstlerischen und diskursiven Formate.

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NORM IST F!KTION

„Nur wer sich und seine Person mitnimmt in das Wagnis der Öffentlichkeit, kann sie erreichen.“
Hannah Arendt

Ausgangspunkt ist die Performance der Norm: wie überqueren wir eine Straße? Wie verhalten wir uns auf einem öffentlichen Platz, wie in einem Einkaufszentrum? An welchem Ort ist welche Kleidung, welches Verhalten angemessen? NORM IST F!KTION ist die künstlerische Spurensuche von NAF nach Normierungen.

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6 TAGE FREI

Aufgrund der Pandemie verschieben wir 6 TAGE FREI ins Jahr 2022. Das Festival der freien Darstellenden Künste Baden-Württemberg, findet vom 25. – 30. April 2022 mit neuem Konzept statt: Statt Theaterpreise zu vergeben, wird ein kuratiertes Programm zu sehen sein und läuft unter dem Titel „Transformation, Imagination und neue Verwandtschaften“ mit einem umfangreichen Programm aus Gastspielen, Koproduktionen, Konferenz und Residenz.

Zur Festivalwebsite

MADE IN …

©Lena Obst

MADE IN STUTTGART – Interkulturelles Festival
Auf dem Programm stehen Theateraufführungen, Lesungen, Filme, Tanz und Konzerte sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche. Kulturschaffende verschiedener Herkunft aus der Region Stuttgart sind mit allen Kunstformen willkommen!

MADE IN GERMANY – Interkulturelles Theaterfestival
Ein mitreißendes Erlebnis, das immer wieder neu beweist, wie pulsierend und spannend die interkulturelle Theaterszene ist.

Beide Festivals finden biennal im Wechsel statt. Mehr zu Bewerbungen und weitere Informationen auf: Forum der Kulturen Stuttgart

RAMPE TANZT

Seit der Spielzeit 2016/17 besteht die künstlerische Liaison zwischen backsteinhaus produktion und Theater Rampe. Auftakt bildete die Produktion PARADIES FLUTEN von Thomas Köck.

backsteinhaus produktion erarbeitet an der RAMPE neue Tanzstücke wie HEADLESSWOLFGANG und PLATONIA.
Darüber hinaus inszenieren Choreografin Nicki Liszta und RAMPE-Intendatin Marie Bues gemeinsam, z.B. HOW TO SELL A MURDER HOUSE und ABFALL DER WELT.

Die neueste Kollaboration umfasst zwei Produktionen und ist gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit dem Theater Lübeck und setzt sich mit dem Prinzip Nosferatu auseinander: DIE TONIGHT, LIVE FOREVER oder DAS PRINZIP NOSFERATU ist ab 26. März 2019 am Theater Rampe zu sehen.