VOLKS*THEATER RAMPE


Foto: Domininque Brewing

VOLKS*THEATER RAMPE ist ein Nachbarschaftstheater aus Stuttgart-Süd, dass sich mit aktuellen Themen und Fragestellungen im Viertel beschäftigt.

Im Sommer 2019 riefen Regisseurin Nina Gühlstorff und Dramaturgin Paula Kohlmann mit einem mobilen Recherche-Büro auf dem Marienplatz, Plakaten und Videos auf, sich dem neuzugründenden VOLKS*THEATER RAMPE anzuschließen. In einem Labor und Open-Stage wurden gemeinsam mit Passant*innen vom Marienplatz Fragen an ein neues Volks*theater formuliert.

Im Herbst 2019 gründete sich ein 15-köpfiges Nachbarschafts-Ensemble aus Stuttgart Süd und begann in offenen Recherchetreffen Geschichten über den Marienplatz zu sammeln. Der Marienplatz ist Dreh- und Angelpunkt der Nachbarschaft des Theater Rampe, gleichzeitig ist er das verbindende Element aller Ensemble-Mitglieder des VOLKS*THEATERS. Für sie alle ist er ein alltäglicher Treffpunkt, Weg oder Kreuzungspunkt und wurde so zum Protagonisten ihrer ersten Inszenierung.

Als im Frühjahr 2020 der Shutdown kam, steckte das VOLKS*THEATER RAMPE mitten in den Vorbereitungen für ein großes Spektakel auf dem Marienplatz. Entstanden ist dann TAG Y, eine 1:1-Performance, ein kontaktloses Theater am Telefon, bei dem es um Fragen der Isolation ging, aber auch um den Versuch, durch eine vielstimmige, nachbarschaftliche Erzählung neue Gemeinschaft zu ermöglichen.

In der neuen Spielzeit wird das inzwischen 20-köpfige VOLKS*THEATER- Ensemble weiterarbeiten, ist im Gespräch mit der Nachbarschaft, greift Themen und Anliegen aus dem Viertel auf und plant Aktionen im öffentlichen Raum.

Ende 2020 wurde TAG Y als Weihnachtsmärchen neu aufgelegt und eine Hördoku über das erste TAG Y Projekt fertiggestellt, die auf dem Theater Rampe Blog zu finden ist. Seit dem zweiten Lockdown kooperiert das Volks*theater Rampe mit SUPPOPTIMAL, einem Projekt Bürgerstiftung Stuttgart, und verteilt bei SUPPE FÜR ALLE jeden Sonntag im Winter auf dem Marienplatz warmes Essen. Anfang März 2021 steht die Telefonperformance wieder auf dem Spielplan.


* Das Sternchen hinter dem Wort „Volk“ bedeutet für uns eine Öffnung: Wir wollen die ausschließende Verwendung des Wortes hinterfragen und es für alle öffnen.
Ursprünglich heißt Volk: „Eine ganze Menge“. In diesem Sinne versuchen wir, Theater für VIELE zu machen.