TELEFON-KANON


von She She Pop | Performance

Foto: KANON Cast

In Zeiten der Pandemie ist der Theaterbesuch eine ferne Erinnerung, die langsam zu verblassen droht. She She Pop können KANON nicht vor Publikum zeigen, ein solch unkontrollierter Übertragungsweg aus dem einzelnen Körper direkt in das euphorische Kollektiv aller Anwesenden ist im Moment suspekt. Doch sie tragen die lodernde Flamme weiter. Mit lückenhaften Berichten beschwören sie unvergessene Bühnen-Momente aus der Erinnerung wieder herauf und bilden erzählend einen Kanon − Abend für Abend neu und gemeinsam mit ihrem Publikum.

Dafür wechseln She She Pop zu einem Medium, das genauso flüchtig ist wie das Theater, nicht so öffentlich, aber dafür weniger anfällig, zumindest in diesen Zeiten: das individuelle Telefongespräch. Telefonkette, Seelsorge, Hotline: TELEFON-KANON ist keine Show, sondern Service. Wer anruft, bekommt einen der verschiedenen Gesprächspartner*innen aus dem Cast von KANON ans Telefon und hört dann von einem unverzichtbaren Moment mit den darstellenden Künsten. Der Kanon ist aber auch offen für eigene Erzählungen und Einträge.


Wie mache ich bei TELEFON-KANON mit?

Sie wählen Ihre bevorzugte Sprache (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch).

Sie warten auf den richtigen Zeitpunkt. Die Hotline ist im Viertelstunden-Takt geschaltet: um 20 Uhr / 20:15 Uhr / 20:30 Uhr / 20:45 Uhr/ 21 Uhr / 21:15 Uhr und 21:30 Uhr.

Sie wählen eine der unten stehenden Nummern und erreichen (mit etwas Glück) eine*n Mitarbeiter*in aus dem Team. (Sie selbst bleiben anonym)

Sie lassen sich von einem besonderen Theater- oder Performance-Moment erzählen, und wenn Sie mögen, berichten Sie selbst von einer solchen Erinnerung. (Es genügen auch lose Fragmente und einzelne Bilder aus einem Abend)
Das Gespräch dauert ca. 15 Minuten.

Die erzählten Erinnerungen werden in einer Liste notiert und an dieser Stelle veröffentlicht.
Fast alles, was nicht weitererzählt wird, wird vergessen.


Alle Einträge in den TELEFON-KANON am Theater Rampe 5. – 7. November 2020:

„Nachlass“, ?, Martin Gropius Bau, Berlin, 2017

“Petróleo”, Piel de lava, Santiago a mil festival, Santiago de Chile

“La mala Semila”, Muriel Miranda, Teatro del vacío (Trolley), Santiago de Chile, 2002

“Las Octavas de Simone”, Nicolás Lange, Teatro del Puente, Santiago de Chile, 2017

“The artist ist present”, Marina Abramovic, MoMA, New York, 2010

„La conquista de América“, Las yeguas del Apocalipsis (Pedro Lemebel, Francisco Casas), Comisión Chilena de derechos humanos, Santiago de Chile, 1989

“512 Hours“, Marina Abramovic, Serpentine gallery, London, 2014

“Maravilla Star”, A.S.A.B., Bogotá, Kolumbien, 2001

“S.C.H.U.U.L.E.”, Susann Maria Hempel und Cássio Diniz Santiago, Wagenhallen, Stuttgart, 2019

„Matrix“, Das Helmi & Cora Frost, Auawirleben/ Schlachthaus Theater Bern, Bern

“Before your very eyes”, Gob Squad, Hau, Berlin, 2011

The Show Must Go On, Jerome Bel, Schauspielhaus, Hamburg, 2000

?, Michael Laub/Remote Control, Sommertheater Festival, Hamburg, 1995

„Das Konzept bin ich“, I can be your Translator, Sophiensaele, Berlin, 2018

„Faust Wurzel aus 1+2“, Christoph Marthaler, Festwochen, Wien, 1993

„Onkel Wanja“, Robert Bergmann, Kleines Haus, Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, 2013

„Familie (o.ä.)“, Milo Rau, ?,  Frankfurt am Main, 2020

„Die Schutzsuchenden“, Philip Becker, Mössingen, 2010

Nature Theatre of Oblivia”, Oblivia, Theater Rampe, Stuttgart, 2017

? (Schlafen in der letzten Reihe), ? , Sparte 4, Saarbrücken, 2015-2017

?, Ersan Mondtag, im Café neben der Spielstättel vom Schauspiel Köln in Mülheim vor der Vorstellung, Köln, ca. 2019

„Peter Pan“, ?, Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, Anfang der 90er.

„Tigermilch“, Commedia Köln (Katharina Fillers), Festival Made in Germany, Stuttgart, 2014

„Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr“, René Pollesch, Podewil Berlin, Berlin, 2001

Ann Liv Young, „Cinderella“, HAU 3 Berlin, Berlin, 2011

Oliver Zahn, „Situation mit Doppelgänger“, Theaterformen Braunschweig, Braunschweig, 2015

Richard Foreman, „Hotel Fuck“, Schaubühne Berlin, Berlin, 1996

(?), „Maria Stuart“, Nationaltheater Mannheim, Mannheim, 2019

(?), „Evolution“, Nationaltheater Mannheim, Mannheim, 2019

Christoph Schlingensief, („?“), Volksbühne am Rosa Luxemburgplatz, Berlin, Mitte der 90er Jahre

Peer Mia Rittberger, „Wie ein zarter Schillerfalter“, Zimmertheater Tübingen, Tübingen, 2020

White On White, „Non-Controversial Shit In a Box“, gesehen auf Video, 2010

(?), „Am Königsweg“, Stadttheater Heidelberg, Heidelberg, ca. 2017

Cirque de Barbarie, („?“), Stuttgart, 1991

Taylor Mac, “A 24-Decade Kistory of Popular Music”, Haus der Berliner Festspiele, Berlin, 2019

Tiago Rodrigues, “The Beauty of Killing a Fascist”, Théâtre Vidy, Lausanne, 2020

Showcase Beat le Mot, “Burn Cities Burn”, Kampnagel / Kino Alabama, Hamburg, 2000

Rene Pollesch, „ein Titel mit ‘Revolver‘ oder ‘Pistole’“, Schauspiel Stuttgart / Nord, Stuttgart, 2015

Signa, „The Dorine Chaikine Institute“, Ballhaus Ost, Berlin 2007

Felicia Zeller / Sybille Berg?: „Mein großer Bruder…“, Theater Rampe, 2016 oder 2017

Anais D. Mauptit und Rafael Ossami Saidy?, Intervention im Stadtraum „Beton.Gemütlichkeit“ o.a. , Festival „Die irritierte Stadt“, Stuttgart 2020

Pina Bausch, „Kontakthof“, Staatstheater Wuppertal, Wuppertal, 1989

Klaus Gmeiner, „Der Nussknacker“, Salzburger Marionettentheater an der Komischen Oper Berlin?, Berlin, in den 80er Jahren

Marina Abramovic, Biography, Theater am Turm, Frankfurt/M, 1993

Citizen.KANE.Kollektiv, „Achtzehn Einhundertneun – Lichtenhagen“, private WG in Stuttgart, 2012

Fanny & Alexander, „Romeo und Julia“, Eurokaz Festival, Zagreb, 1999

Claus Peymann, „Antonius und Cleopatra“, Theater an der Wien, „Wiener Festwochen“, frühe 90er

Andreas Liedmann, „Schulden, die ersten 5000 Jahre“,Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, Jahr: 2014

Alain Platel, „Tauberbach“, Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, 2015

Regie Kollektiv Prinzip Gonzo, „Momo“, Theater Konstanz Spiegelhalle, Konstanz, 2016

Waljanzin Jelisareu, „Spartakus“, Opernhaus Minsk, Minsk, Weißrussland, 2003

Armin Petras, „Der Sturm“, Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, 2016

René Pollesch, „Glauben an die Möglichkeit der völligen Erneuerung der Welt“, Friedrichstadt-Palast, Berlin, 2019

Johann Kresnik, „Macbeth“, Städtische Bühne Heidelberg, Heidelberg, 1988

Giselle Vienne, „Jerk“, Heusteigtheater, Stuttgart, 2010

?, „Medea“Burgtheater, Wien, 2010

Joke Laureyns & Kwint Manshoven von Kabinet K, „Raw“, Sophiensaele, Berlin, 2015

Viktor Bodos, Der Würgeengel, Schauspiel Stuttgart, Stuttgart, 2020

Kjell Moberg , „Nie Theater“, Museum of memories, Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen, 2018

Benjamin Verdonck, „Kurzstücke/ Waldeinsamkeit“, Kasseturm Kunstfest, Weimar, 2019

Vegard Vinge, „John Gabriel Borkman“, Prater (Volksbühne), Berlin, 2012

Andrej Woron, „Das Ende des Armenhauses“, Teatr Kreatur, Berlin, 1992

Christoph Schlingensief, „Die1. sozialistische Butterfahrt der M/S Clara Zetkin“, Prater Garten (Volksbühne), Berlin, 1995

Alvin Ailey, Merce Cuningham Dance Company, “events”, Cour d’honneur du Palais des Papes (festival d’Avignon), Avignon, 1977

Ed Baierlein, „Die Publikumsbeschimpfung“, Germinal Stage, Denver, USA, 2013

Monster Truck, „who’s there reloaded“, Theater Rampe, Stuttgart, 2016

Reinhardt Gröber, „Weißer Raum“, Theater Vorpommern, Greifswald, 2019

„Made in Germany“, Stuttgart, 2015

Das Jahr magischen Denkens, Studiotheater, Stuttgart, 2016


TELEFON-KANON ist eine Produktion von She She Pop und HAU Hebbel am Ufer. Entstanden im Rahmen von #HAUonline (Mai 2020). Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

TELEFON-KANON ging hervor aus KANON, das im November 2019 am HAU Hebbel am Ufer zur Premiere kam; eine Produktion von She She Pop in Koproduktion mit HAU Hebbel am Ufer Berlin, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm, FFT Düsseldorf und Münchner Kammerspiele. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und den Hauptstadtkulturfonds Berlin.

      

 

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Theater, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

 

08.05.20 20:00
TELEFON-KANON Saal

Performance von She She Pop

09.05.20 20:00
TELEFON-KANON Saal

Performance von She She Pop

05.11.20 20:00
TELEFON-KANON Saal

Telefonperformance von She She Pop

06.11.20 20:00
TELEFON-KANON Saal

Telefonperformance von She She Pop

07.11.20 20:00
TELEFON-KANON Saal

Telefonperformance von She She Pop

Von und mit
She She Pop und Gäste

Idee und Konzept
Tatiana Saphir & She She Pop

GASTPERFORMER*INNEN
Jean Chaize
Brigitte Cuvelier
Leicy Esperanza
Zelal Yesilyurt

PR, Kommunikation
ehrliche arbeit – freies Kulturbüro

Freie Mitarbeit Kommunikation
Tina Ebert

Finanzadministration
Aminata Oelßner

Company Management
Elke Weber