Montage: Diskussion: Heimat – Sehnsuchtsort, Identifikationsfeld oder Alptraum


von Andreas Vogel und Micha Piltz

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„Heimat ist da, wo man sich aufhängt“ schrieb vor Jahren der Schriftsteller Franz Dobler und drückte damit sein Unbehagen gegenüber einem Konzept aus, das seine Liebhaber*innen und Befürworter*innen für „natürlich“ und oft dazu noch gottgegeben halten. Zeitgleich mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist „Heimat“ in aller Munde: Den Konservativen war sie schon immer ein Anliegen, den Bürgerlichen ist sie eine psychologische Notwendigkeit, Teilen der Linken wird sie immer wichtiger, wegen des positiven, neu zu definierenden Bezugs auf Herkunft und Gemeinschaft, die aber niemand ausschließen soll.

Auch Einwander*innen aller Generationen spre­chen von erster und zweiter Heimat, wollen Teil der Mehrheitsgesellschaft sein und beziehen sich positiv auf diesen unscharfen wie brisanten Begriffes. Was hat es mit diesem neuen deutschen Heimatboom auf sich, wer darf mitmachen und wer muss vielleicht leider draußen bleiben? Mit Nikita Gorbunov / Lyrischer Performer, Boglárka Pap / Theatermacherin, Ante Prusina / Vorstand Kroatische Kulturgemeinschaft Stuttgart, Dr. Markus Speidel / Leiter Fachabteilung Populär- und Alltagskultur im Landesmuseum Württemberg.


Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Stuttgart und in Zusammenarbeit mit dem Forum der Kulturen e.V.

Von 
Andreas Vogel
Micha Piltz