MONTAGE: Konzert: Soybomb (CH)


Salon mit Andreas Vogel und Micha Piltz

Absolut empfehlenswertes Konzert, kommt alle und bringt noch zwei Freunde mit.

„Soybomb sind drei: ein Synthesizer-Fanatiker mit einer Vorliebe für weiße Schuhe und geschleckte Frisuren, ein Schlagzeuger der Teilzeit als Trainerhosen-Model arbeitet, und am Mikrophon steht dieser Typ mit Gitarre, bei dem man nie genau weiß, was er als nächstes tut. (…) Soybomb ist das Projekt um den Winterthurer Songwriter Beda Mächler. In seiner Studienzeit in Zürich traf er auf zwei gleichgesinnte Musiker mit denen er 2014 eine Band ins Leben rief die «so klein und so vielseitig wie möglich» sein sollte.“ (alter Pressetext)

Nun zieht Soybomb mit Synth und Kegel nach Berlin: Die Großstadt wird zum neuen und anregenden Spielplatz, ihre gemeinsame WG das Sammelsurium ihrer musikalischen Expeditionen. Im Laufe dieser Zeit wird ihre Musik gereifter, wenn nicht internationaler: Die neuen Songs handeln vom Leben in der Metropole, dem sich Zurückziehen vor dem großstädtischen Trubel hier, einem trübseligen Eisschlecken am Straßenrand da. Doch nicht lediglich der Nostalgie wegen bleiben uns in Soybombs Schaffen auch heimatliche Anspielungen erhalten: So spielen sie auf dem kommenden Debütlangspieler einen waschechten Schwyzer Ländler ein, oder schauen zurück auf das Sommer-2017-Projekt «Rigi Sessions», in dem sie von einer Alphütte aus Songs von anderen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern wie Sophie Hunger, Odd Beholder oder Pablo Nouvelle spielerisch neuinterpretieren. Am Rande der Alpen nehmen sie auch ihr aktuelles Album «Jonglage»  in einem Kornsilo in Schwyz auf.

Anspieltipp für ungläubige Thomasse: gibt’s hier.

Von
Andreas Vogel
Micha Piltz