NAF – Die Werkstatt: Arbeit und Produktivität / Skizzen


von Nana Hülsewig und Fender Schrade | Labor

NAF 2016

Nana Hülsewig und Fender Schrade (NAF) laden sie ein: zum Arbeiten. Möglichst alles soll veröffentlicht werden. Andere Künstler*innen kommen hinzu. Wo liegt die Grenze zwischen Arbeit und Leben? Gibt es eine spezifische Form der künstlerischen Arbeit und wie hängt die mit Notwendigkeit und Wille, Geld und Ruhm zu verdienen, zusammen? Und wenn man dazu berufen ist, etwas im kapitalistischen Sinne Wertloses zu produzieren – wer entscheidet dann: hop oder top? Mal gehen sie auf die Suche nach belastbaren Qualitätskriterien. Mal arbeiten sie an neuen Formen von Handwerklichkeit.

Möglichst viele verschiedene Ebenen der Kunstarbeit werden also ans Tageslicht befördert. Zum Beispiel der Abfall der eigenen Kunstproduktion. Verworfene Konzepte, vergessene Skizzen, gescheiterte Anträge. Oder auch notwendige Arbeitsschritte, für die im Produktionsalltag dann doch die Zeit fehlt – oder meinen Sie, man erfindet über Nacht, wie und wo ein sechs Meter langes Instrument mit 392 Tasten bespielt werden kann?

Zu Gast ist diesmal Barbara Breyer:

Im letzten Werkstattabend des Jahres dreht sich alles rund um die Skizze. In so einem Künstler*innenleben häuft sich ja einiges an Halbfertigem an. Verworfene Konzepte, vergessene Skizzen, gute und weniger gute Ideen. NAF nutzen die Werkstattwoche um die eigenen Kleinstarbeiten auf Festplatten, in Schubladen und den eigenen Köpfen wiederzufinden, zu sortieren und zu sagen: Hopp oder Topp! Sie beugen sich tief in den Mülleimer der Kunstproduktion. Nicht nur auf der Suche nach Schätzen, sondern einer radikalen Neubestimmung des Verhältnis von Entwurf und Position. Dieser Abend verspricht: das Sehen von Ungesehenem (ein Best of der “Skizzen” von NAF). Das Hören von Unerhörtem (einen Vortrag zur Angst vor der Skizze der Künstlerin Barbara Breyer). Das Verschieben einer Grenze (gemeinsame Gedanken über das eigene Leben im Entwurf – warum sollen wir eigentlich jemals fertig werden?).

Nana Hülsewig und Fender Schrade (NAF) laden sie ein: zum Arbeiten. Maximale Veröffentlichung: Möglichst viele verschiedene Ebenen der Kunstarbeit werden also ans Tageslicht befördert. Andere Künstler*innen kommen hinzu. Im Spannungsfeld zwischen praktischem Nutzen und Zweckfreiheit der Kunst wird in der Werkstatt – wie stets – ein Glas Wein getrunken und gemeinsam philosophiert

 


Eintritt 5/7€


Eine Produktion von NAF e.V. in Kooperation mit Theater Rampe.

Gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und durch die dreijährige Konzeptionsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart.

MIT
Nana Hülsewig
Fender Schrade
und Gästen

LICHT
Hanno Schupp