Patacón (Prolog Banana Island)


von La Fuchsia Kollektiva | Essbare Installation

Im Ausstellungsraum werden frittierte Kochbananenscheiben (Patacónes) hängen, angeordnet wie eine präkolumbianische Goldskulptur in einem Museum. Afrikanische Sklav*innen brachten die Kochbanane nach Lateinamerika; eines von vielen Gerichte aus Kochbanane übernahm auf dem neuen Kontinent den Name einer Währung der Kolonialzeit: Patacón. Die Installation regt die Sinne an, lädt zum Genießen, aber auch zum Nachdenken ein. Das „exotische“ Gericht, das aussieht wie Gold, ist Symbol von Plünderung, Rassismus und Globalisierung.

Zwei Wochen vor der Premiere von BANANA ISLAND laden die apokalyptischen tänzer*innen, La Fuchsia Kollektiva e.V. und das Produktionsbüro schæfer&sœhne zum Prolog ein und vertiefen gemeinsam mit ihren Gästen wissenschaftliche, dokumentarische und künstlerische Perspektiven rund um die Banane. Es geht um Kolonialismus, Welthandel, Rassismen und Repräsentation – in Vorträgen, Workshops, künstlerischen Beiträgen und Filmvorführungen.


   


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